Zahl der homophoben Straftaten in Brandenburg gering – jedoch konstant

In Brandenburg werden die Straftaten mit dem Motiv der Homophobie und Transphobie durch die Polizei der politisch motivierten Kriminalität zugeordnet. Wie die Polizei Brandenburg auf Nachfrage bestätigte, werden diese im „Kriminalpolizeilichen Meldedienst in Fällen Politisch motivierter Kriminalität“ – kurz KPMD-PMK – erfasst.

In den Jahren 2017 und 2018 wurden in Brandenburg jeweils sechs Straftaten im Begründungszusammenhang „sexuelle Orientierung“ erfasst. Die Dunkelziffer jedoch, mag deutlich höher liegen, da viele Straftaten aus Gründen der Scham oder aus Angst vor weiteren Repressionen erst gar nicht zur Anzeige gebracht werden.

Wie eine Aufstellung, die von der Polizei Brandenburg auf Nachfrage zur Verfügung gestellt wurde, zeigt, führt der Landkreis Oberhavel im Jahr 2018 die Liste der Straftaten mit dem Motiv der sexuellen Orientierung an. Hier wurden zwei Straftaten erfasst. Gefolgt vom Landkreis Märkisch-Oderland, der Uckermark, dem Kreis Spree-Neiße und Elbe-Elster, die jeweils mit einer erfassten Straftat erfasst wurden. Im Vergleich zum Jahr 2017, in dem in Oberhavel, Märkisch-Oderland, der Uckermark, Cottbus, Elbe-Elster und Potsdam jeweils eine Straftat registriert wurde, bleibt die Anzahl damit unverändert.

Mit Marco Klingberg hat das Polizeipräsidium Brandenburg einen Ansprechpartner für schwule, lesbische, bisexuelle und transsexuelle Gewaltopfer sowie für Initiativen und Organisationen. Seine Aufgabenschwerpunkte lieben bei der Beratung von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen in Angelegenheiten mit Polizeibezug, der Beratung zur Verbesserung des Anzeigenverhaltens bei homophoben Straftaten, wie auch als Beistand während der Anzeigenaufnahme.

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