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Ein LGBT-Blog zur brandenburger Landtagswahl 2019

In der Verfassung des Landes Brandenburg ist der Schutz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität und Orientierung fest verankert, doch was haben die Landespolitiker*Innen in den letzten Jahren für die LGBT-Community geleistet? In diesem unabhängigen und überparteilichen Blog möchte ich sowohl einen Blick in die Vergangenheit wie auch in die Zukunft der LGBT-Politik des Landes Brandenburg werfen.

Brauchen wir LGBT-Politik im Land?

Ja, auf jeden Fall! Die LGBT-Community ist ein Teil der Gesellschaft und somit auch ein Teil des Landes Brandenburg und seiner Bürger*Innen. Das Land Brandenburg hat sich in der Vergangenheit im Bundesrat für die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare eingesetzt und den Gesetzesentwurf, der am Ende der letzten Legislaturperiode des Bundestages, angenommen wurde, mit verantwortet. Gerade auch in der letzten Zeit hat sich der Landtag des Landes Brandenburg in Entschließungsanträgen, wie auch in Gesetzesentwürfen, offen für LGBT positioniert.

Haben wir nicht schon alles erreicht, was wir wollen?

Ganz sicher nicht! Sicher, die Öffnung der Ehe war ein großer Schritt, doch noch immer werden wir auf offener Straße attackiert. Die Rede ist hier auf keinen Fall von Ländern, die Homosexualität noch immer kriminalisieren, sondern von Straßen in der Bundesrepublik Deutschland. Ich selbst musste es bereits am eigenen Leib spüren. Leider ist das Wort „Schwul“ noch immer ein Schimpfwort, das auf den Schulhöfen oft zu hören ist, womit wir wieder bei der Verantwortung des Landes Brandenburg sind. LGBT müssen ein fester Bestandteil des Unterrichts an den Schulen werden, um aufzuklären und zu sensibilisieren.

Die Liste ist noch immer sehr lang, weshalb es wichtig ist, die Wahlprogramme der Brandenburger Parteien genau unter die Lupe zu nehmen und offen für LGBT-Themen zu werben. Ich hoffe sehr, dass die neue Landesregierung und der neue Landtag die Community weiter unterstützt und das Land Brandenburg künftig zu den lgbt-freundlichsten Bundesländern zählt.