Neue Landesregierung: Es ist Zeit für mehr queer im Vertrag

Nach der Brandenburger Landtagswahl, die am 01. September, also vor knapp drei Wochen stattfand, wird nun verhandelt. Wie es derzeit aussieht, wird Brandenburg künftig von einer rot-schwarz-grünen Koalition regiert.

Nach den bisherigen Koalitionspapieren, die bisher wenig für queere Menschen im Land Brandenburg übrig hatten, sollte es nun an der Zeit sein, dass im künftigen Vertrag genaue Ziele und Schwerpunkte für die LGBT-Community im Land formuliert und schlussendlich auch umgesetzt werden. Das Sondierungspapier, das immerhin elf Seiten lang ist, hat gerade drei bedruckte Zeilen für queere Anliegen übrig. Im Wortlaut heißt es:

„Queeres Brandenburg

Die Sondierungsparteien werden den Aktionsplan „Queeres Brandenburg“ konsequent umsetzen, seine Maßnahmen und Projekte konkretisieren und weiter fortschreiben.“
– aus dem Sondierungspapier vom 19.09.2019

In der Vergangenheit haben sich alle sondierenden Parteien für die Rechte und Belange von LGBT eingesetzt. Auch die Brandenburger CDU, die vormals von Ingo Senftleben geführt wurde, hat im Landtag für LGBT gestimmt und sich seinerzeit für die Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare eingesetzt. Somit bleibt zu hoffen, dass der Koalitionsvertrag, sofern der zustande kommt, mehr Zeilen übrig hat, in denen sich queere Menschen wiederfinden können. Immerhin gibt es in Brandenburg dahingehend genug, das noch umgesetzt werden kann.
Vom Aufklärungsunterricht an Schulen, über die flächendeckende Möglichkeit für LGBT sich an Anlaufstellen zu richten und auch außerhalb der großen Städte für Toleranz und Akzeptanz zu werben.

Nun bleibt also abzuwarten, ob SPDqueer, LSU und QueerGrün am Koalitionsvertrag mitwirken.

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